Die Ludwig-Maximilians-Universität München hat es getan: Michael Meyen ist nicht länger Professor für Kommunikationswissenschaft. Zum 1. April wurde der zuletzt vor allem für seine coronakritischen Beiträge bekannte Professor vorzeitig in den Ruhestand versetzt. Das teilte Meyen selbst in seinem Blog Freie Medienakademie mit. Per Postzustellungsurkunde habe ihm die Universitätsleitung am 28. März mitgeteilt, dass seine Tätigkeit an der LMU nun ende. Gegenüber Apollo News wollte sich die Presseabteilung der LMU „aus datenschutzrechtlichen Gründen“ nicht zu dem Fall und der kurzen Frist äußern.
Meyen ist seit einiger Zeit arbeitsunfähig; in einem Artikel zu seiner Pensionierung schreibt er dazu: „Die Entscheidung kommt nicht überraschend.“ Schon mehrfach sah sich Meyen, der in der DDR geboren wurde, zunächst Journalistik an der Karl-Marx-Universität Leipzig studierte und sich nach der Wende der Wissenschaft widmete, Gegenwind ausgesetzt – jetzt hat die LMU einen Schlussstrich gezogen.
2002 trat Meyen seinen Posten an der Münchner Universität an. Spätestens nach Ausbruch der Corona-Pandemie wuchs der – wegen seiner zunächst jungen, ostdeutschen Perspektive ohnehin bestehende – Gegenwind aber weiter an. Zwei Disziplinarverfahren endeten jeweils mit Gehaltskürzungen für den Professor, der in sämtlichen Publikationen kritisch zur Entwicklung der Presse in Deutschland forschte.
Die Reihe der Vorwürfe, die seitens der für disziplinarrechtliche Schritte verantwortlichen Landesanwaltschaft Bayern angeführt wurden, begann 2019. Damals sammelte Meyen – wohlgemerkt privat – Spenden für die als linksextrem geltende und in einigen Verfassungsschutzberichten auf Landesebene geführte Rote Hilfe. Der sich als Solidaritätsorganisation verstehende Verein unterstützt linke Straftäter beispielsweise bei der Übernahme von Prozesskosten und vermittelt Anwälte aus der Szene.
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