Ursula von der Leyens Deal schadet dem Bürger – und mehrt ihre eigene Machtfülle

vor 11 Monaten

Ursula von der Leyens Deal schadet dem Bürger – und mehrt ihre eigene Machtfülle
Bildquelle: Tichys Einblick

Eine der Legenden der Bundesliga ist der „Sonnenkönig“. Günter Eichberg. Als Präsident führte er Schalke 04 Anfang der 90er von der Zweiten zurück in die Bundesliga. Zu der Zeit floppte bei Bayern München Radmilo Mihajlovic. Der bosnische Stürmer schoss in seiner ersten Saison für den Rekordmeister lausige vier Tore, deswegen wollte ihn Manager Uli Hoeneß für 1,8 Millionen Mark an Schalke weiterverkaufen. Veto, sagte Eichberg. Hoeneß müsse zuerst mit ihm, dem Sonnenkönig verhandeln. Das tat er und Mihajlovic wechselte doch noch nach Gelsenkirchen – für 3 Millionen Mark.

Eichberg starb vor sieben Jahren. Er wäre ein würdiger Verhandlungsführer im Auftrag der EU gewesen. Doch Kommissions-Präsidentin Ursula von der Leyen (CDU) schlägt den Sonnenkönig auf diesem Feld noch bei weitem. Die sollte mit Donald Trump den Zoll-Deal verhandeln. Anfang April hatte der US-Präsident noch verlangt, die EU müsse den Staaten Energie im Wert von 350 Milliarden Dollar abkaufen. Nach den Verhandlungen mit von der Leyen sind es nun 750 Milliarden Dollar. Ursula von der Leyen ist die Sonnenkönigin. Und wenn sie von sich behauptet, die EU, das bin ich, dann stimmt das auf vielen Ebenen – und eine ist trauriger als die andere.

Die Zölle bewegen sich tatsächlich auf dem Niveau der Ergebnisse, die Japan und Großbritannien mit den USA erreicht haben. Doch die Nebenaspekte – in der Berichterstattung von Staatsfernsehen und staatsnahen Zeitungen – sind die eigentliche Hauptsache: Für 750 Milliarden Dollar muss die EU den Staaten Energie abkaufen. Vor allem in Form von LNG-Gas. Zusätzlich muss die Europäische Union 600 Milliarden Euro zwischen Seattle und Miami investieren. Das ist der Punkt, an dem sich die Frage in den Raum schiebt, ob von der Leyen nicht absichtlich schlecht verhandelt hat. Aus Sicht der Bürger. Während ihr persönlich das eigentlich schlechte Ergebnis nutzt.

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