Die USA erhöhen den Druck auf Europa: Während LNG-Lieferungen durch die Straße von Hormus derzeit kaum möglich sind, droht die US-Regierung mit eingeschränkten LNG-Lieferungen aus den USA, sollte die EU Nachverhandlungen zum Turnberry-Deal Ende Juli vergangenen Jahres fordern.
So meinte der US-Botschafter bei der EU, Andrew Puzder, gegenüber der Financial Times: „Ich weiß nicht, was im Energiebereich passieren wird, wenn das Abkommen nicht umgesetzt wird.“ Und weiter: „Ich denke, die Vereinigten Staaten werden weiterhin Geschäfte mit Europa machen wollen, aber die Konditionen werden möglicherweise nicht so günstig sein. Das Umfeld wird sicherlich nicht so günstig sein. Und es gibt noch andere Käufer da draußen.“
Der Turnberry-Deal wurde im Juli 2025 zwischen EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump geschlossen – damit wurden erhebliche Strafzölle gegen die EU durch die USA verhindert. Dabei handelte es sich jedoch nur um ein Rahmenabkommen – die konkrete Übereinkunft soll am Donnerstag durch das EU-Parlament ratifiziert werden. Die Parlamentarier haben jedoch, Stand jetzt, Schutzklauseln für die EU eingebaut, die Ausnahmen im Falle neuer Zölle aus den USA vorsehen würden – doch das könnte, wie von Puzder gewarnt wird, zu Problemen führen.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











