Die Vereinigten Staaten verschärfen offenbar ihren Kurs gegenüber der NATO weiter. Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters erwägt die Regierung von Donald Trump, mehrere Dutzend Posten in wichtigen Führungs- und Planungszentren des Bündnisses zu streichen. Insgesamt geht es demnach um etwa 200 Soldaten, die an der Koordinierung von Militär- und Geheimdienstoperationen beteiligt sind, berichteten drei mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Zuerst hatte die Washington Post über die Pläne berichtet. Betroffen seien unter anderem das NATO Intelligence Fusion Centre im Vereinigten Königreich sowie das Allied Special Operations Forces Command in Brüssel. Laut dem Bericht wurden bereits mehrere europäische Regierungen über die geplanten Kürzungen informiert.
Die NATO bemüht sich indes, mögliche Spannungen abzumildern. Ein Sprecher des Bündnisses erklärte, Veränderungen in der US-Personalstruktur seien nichts Ungewöhnliches, und betonte zugleich, die amerikanische Militärpräsenz in Europa sei derzeit so groß wie seit Jahren nicht mehr. Nach Angaben von Insidern würde der von Washington geplante Schritt ungefähr eine Halbierung der amerikanischen Kräfte in den betroffenen Kommandobereichen bedeuten.
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