Es ist Dienstagmorgen, der 28. Oktober, gerade einmal 7 Uhr, als der Staatsschutz und dutzende vermummte Polizisten in Schwermontur die Türe von Marius Keipps Haus mit einem Rammbock niederreißen und ihm – so schildert er selbst die Situation – eine Waffe an den Kopf halten. Sein Vergehen: eine nicht angemeldete Versammlung.
Der 31-Jährige soll – das wirft ihm die Staatsanwaltschaft Karlsruhe vor – Drahtzieher einer Aktion im Juni 2024 im Karlsruher Schlossgarten sein. Damals wurde eine Deutschland-Flagge mit der Aufschrift „Stolzmonat“ ausgelegt sowie Pyrotechnik gezündet. Im Durchsuchungsbeschluss, der NIUS exklusiv vorliegt, heißt es dazu:
„Am 27.06.2024 kam es gegen 09:30 Uhr unmittelbar vor dem Haupteingang des Schlosses Karlsruhe zu einer nicht angemeldeten Versammlung, die von mindestens drei – zu diesem Zeitpunkt unbekannten – Personen abgehalten wurde.“ Im Rahmen der Versammlung sei ein etwa 1,5 mal 20 Meter großes Banner auf dem Boden ausgebreitet worden. „Das Banner zeigt die Farben schwarz, rot und gold im Farbverlauf und trägt die Aufschrift ‚STOLZMONAT‘ in weißer Farbe und Großbuchstaben“, heißt es im Beschluss. Die Aktivisten hätten außerdem „28 Rauchtöpfe mit Rauchentwicklung in den Farben schwarz, rot und gold entzündet und präsentiert“.
Schrammen an der Tür, nachdem die Polizei sie gewaltsam öffnete.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











