Bei hart aber fair sind sich am Montagabend fast alle Gäste einig, dass sie mit Unbehagen auf Trumps zweite Amtszeit blicken. Gesundheitsminister Lauterbach sprach davon, dass er „eine sehr schwierige Präsidentschaft“ erwarte. Der Spiegel-Autor Markus Feldenkirchen sagte, dass Trumps Rede aus „dem Bilderbuch des Rechtspopulismus“ war.
Feldenkirchen führte den Gedankengang weiter aus: „Da werden nicht nur Probleme benannt, wie es verantwortungsvolle Politik tun sollte, sondern sie werden dreifach übertrieben, so, dass quasi das Land darniederliegt.“ Trump inszeniere sich dann als von Gott gesandter Erlöser, der das Land vor dem Verderben bewahren könne. Er bezog sich darauf, dass Trump in seiner Rede über das Attentat in Pennsylvania gesprochen hatte, als der Schuss eines Scharfschützen sein Ohr streifte. Dazu sagte er: „Ich wurde von Gott gerettet, um Amerika wieder groß zu machen.“
Von Feldenkirchen folgten weitere skurrile Äußerungen: Bei Trump funktioniere es vor allen Dingen, wenn man ihn lobt, „wenn man hinfährt und sagt: Ihre Haare, die sind richtig schön. Das merkt der sich“. Moderator Louis Klamroth fragte, ob Feldenkirchen die Meinung von Thomas Hayo teile, dass es sich bei Trump um einen Narzissten handele, den man über sein Ego bekomme. „Auf jeden Fall“, bestätigte Feldenkirchen. „Inhaltliche Nähe sollte es natürlich auch geben, politisch, aber das ist so. Das ist diese Bro-Culture.“
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