Im Zusammenhang mit Vertuschungsvorwürfen bezüglich mutmaßlicher Sexualdelikte durch muslimische Jugendliche in einer staatlichen Freizeiteinrichtung ermittelt jetzt die Berliner Staatsanwaltschaft. Nach Angaben von Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) wurde ein Verfahren wegen Strafvereitelung im Amt eingeleitet. Dieses richte sich gegen die Neuköllner Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linke).
Die Vorsitzende der Linksfraktion in der Bezirksverordnetenversammlung, Carla Aßmann, wies den Verdacht zurück und warf der Bildungssenatorin einen „schamlosen Wahlkampf ohne Rücksicht auf das betroffene Mädchen“ vor.
Anfang März war bekannt geworden, dass eine 16-Jährige im Garten des Jugendzentrums an der Neuköllner Wutzkyallee mutmaßlich vergewaltigt worden ist. Obwohl die Vorwürfe sowohl dem staatlich betriebenen Jugendzentrum als auch dem zuständigen Jugendamt des Bezirksamts bekannt waren, geschah wochenlang nichts. Bereits Monate zuvor hatten andere Mädchen von sexuellen Übergriffen in dem Jugendzentrum berichtet – weder das Jugendamt noch die Amtsleiterin stellten Strafanzeige.
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