Ein verurteilter Vergewaltiger der Justizvollzugsanstalt Berlin-Tegel ist nach einem unbegleiteten Freigang nicht in das Gefängnis zurückgekehrt und soll anschließend seine Ex-Frau mit einem Messer attackiert haben. Bei dem Mann handelt es sich um Mike L., der 2021 wegen schwerer Vergewaltigung, Freiheitsberaubung, Nötigung, unerlaubten Waffenbesitzes und Körperverletzung zu einer Haftstrafe von mehr als vier Jahren verurteilt worden war. Jetzt ist er flüchtig.
Die Justizvollzugsanstalt Tegel, in der Mike L. sitzt.
Trotz dieser schweren Delikte galt seine Entwicklung im Vollzug offenbar als positiv: Dem früheren Supermarktleiter wurden bereits mehrfach unbegleitete Freigänge gewährt, die nach übereinstimmenden Berichten zunächst allesamt ohne Zwischenfälle abliefen. Für Ende Dezember war seine Entlassung in Aussicht gestellt. Seit dem vergangenen Wochenende ist L. jedoch flüchtig. Berliner Medien berichten, dass er am Sonntagmorgen im Berliner Stadtteil Lankwitz seiner Ex-Frau aufgelauert haben soll. Dort habe er sie mit einem Messer bedroht und verletzt. Die Frau wurde mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.
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