Der Machtkampf in der AfD Nordrhein-Westfalen ist zugunsten des bisherigen Landessprechers Martin Vincentz entschieden worden. Vincentz gewann mit 54,77 Prozent gegen Fabian Jacobi, der auf 43,41 Prozent kam. 1,83 Prozent der Delegierten stimmten gegen beide Kandidaten, zwei Delegierte enthielten sich. Jacobi wird dem Lager um den Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich zugeordnet. Der promovierte Mediziner Vincentz ist seit Februar 2022 Vorsitzender des AfD-Landesverbands und seit Mai 2022 Vorsitzender der Landtagsfraktion seiner Partei.
Zuvor hatte bereits der Parteitag mit 53,05 Prozent entschieden, dass die AfD in NRW weiterhin mit einer Einerspitze geführt wird. Das Abstimmungsergebnis wird als Niederlage für das Helferich-Lager gewertet und war ein erster Stimmungstest für die anstehende Wahl zum Landesvorsitzenden. Aus der Bundespartei gab es zur Landesvorstandswahl unterschiedliche Signale. Während Chrupalla Vincentz unterstützte, unterstützte seine Co-Chefin Weidel das Lager um Helferich.
Martin Vincentz versuchte vor der Vorstandswahl noch, einen Konsens zwischen beiden Lagern zu erreichen, und beantragte, dass der Landesparteitag für eine halbe Stunde unterbrochen wird. Der Versuch, in einem separaten Raum einen Konsens zwischen beiden Lagern zu bilden, scheiterte jedoch. Nach Informationen der t-online-Journalistin Annika Leister wurde dem Helferich-Lager angeboten, dass Vincentz weiterhin Landesvorsitzender in einer Einerspitze bleibt, dafür aber alle weiteren Positionen hälftig an beide Lager gehen.
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











