Vom “Menschenfeind” zum Volksvertreter: Jan Böhmermanns Hetze entlarvt sich

vor etwa 1 Jahr

Vom “Menschenfeind” zum Volksvertreter: Jan Böhmermanns Hetze entlarvt sich
Bildquelle: Tichys Einblick

Burkhard Blienert oder Sabine Bätzing-Lichtenthäler sind einer breiten Masse eher weniger bekannt. Der eine Sozialdemokrat ist, die andere Sozialdemokratin war mal Drogenbeauftragter der Bundesregierung. Ein Amt, in dem es vor allem darum geht, vor den Folgen des Alkohols zu warnen, Aufklärung gegen das Rauchen zu forcieren oder über neu auftretende harte Drogen und ihre Folgen zu informieren. Hendrik Streeck dürfte bereits vor dem Antritt dieses Amtes bekannter sein, als es Marlene Mortler (CSU), Daniela Ludwig (CSU) oder Christa Nickels (Grüne) nach ihrem Ausscheiden aus diesem waren.

Bekannt wurde der Virologe während der Pandemie. Streeck gehörte zu den wenigen, die sich öffentlich trauten, den Kurs der Allparteienkoalition aus CDU, CSU, SPD, Grünen und Linken zu kritisieren. Er bezweifelte den Sinn mancher Verbote und mahnte 2021, die Alten- und Pflegeheime besser zu schützen. In dem letzten Punkt nicht auf ihn gehört zu haben, gehört zu den wenigen Fehlern, die Angela Merkel (CDU) in ihrer 16 Jahre währenden Kanzlerschaft je eingeräumt hat. Den Sinn mancher Verbote bezweifeln mittlerweile selbst ehemalige Hardliner wie Karl Lauterbach (SPD) oder Markus Söder (CSU).

Streeck hat sich also als ein Experte erwiesen, der den Finger in die richtigen Wunden gelegt hat. Er sei “durchtränkt von Menschenfeindlichkeit”, warf ihm indes ZDF-Aktivist Jan Böhmermann vor. Öffentlich. Im September 2021. Während einer Podiumsdiskussion mit Markus Lanz. Den ZDF-Kollegen schulmeisterte Böhmermann bei der Gelegenheit: Er frage sich, warum solche Leute bei ihm säßen. Das täte Lanz nur, so Böhmermann, aus der Idee heraus, auch andere Meinungen zulassen zu müssen. Das sei “schwierig”, wegen der besagten “Menschenfeindlichkeit”, mit der Streeck “durchtränkt” sei.

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