Bei der „Democracy Summit“ in Kopenhagen sprach die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen schon im Mai dieses Jahres davon, dass vermeintliche Falschinformationen wie ein „Virus“ seien. Im Umgang mit dem „Virus“ Falschinformationen wäre es viel besser, „zu impfen”, als nachher zu „behandeln”.
Auf einer Veranstaltung im Mai sprach sie über den Unterschied zwischen Prebunking und Debunking. Dazu griff sie für diese Debatte rund um Zensur und Meinungsfreiheit auf Metaphern aus der Medizin zurück. Debunking erklärte sie als Nachsorge, wenn eine Krankheit ausgebrochen sei – also als das Bemühen, Falschinformationen nachträglich richtigzustellen. Mit dem Fortschritt der Technik sei es wichtig, eine „gesellschaftliche Immunität“ gegen Desinformation zu entwickeln.
Untersuchungen hätten laut von der Leyen gezeigt, dass Prebunking viel erfolgreicher sei als Debunking. “Vorsorge ist besser als Nachsorge”, sagte sie über Desinformation. „Wenn Sie sich Informationsmanipulation vielleicht als Virus vorstellen: Anstatt eine Infektion zu behandeln, wenn sie ausgebrochen ist – das ist Debunking -, ist es viel besser zu impfen, sodass der Körper geimpft ist. Prebunking ist die gleiche Herangehensweise“.
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