Nach Bemerkungen über einen möglichen Bundeswehr-Einsatz als Teil einer Friedenstruppe ist Bundesaußenminister Johann Wadephul zurückgerudert. Gegenüber table.media hatte der CDU-Politiker erklärt, man habe verabredet, dass sich die Bundeswehr auf das NATO-Territorium konzentrieren solle. Deutschland habe bereits eine Brigade in Litauen stationiert. Zusätzlich noch deutsche Soldaten in der Ukraine zu stationieren, „würde uns voraussichtlich überfordern“, so Wadephul.
Damit war der Außenminister aber offenbar zum wiederholten Male über das Ziel hinausgeschossen – und musste seine eigenen Bemerkungen während eines Besuches in Japan einfangen. In Tokio beteuerte Wadephul: „Ich habe zu keinem Zeitpunkt gesagt, dass ich sowas ablehne.“ Das habe er weder wörtlich noch indirekt gesagt, behauptete er. Sowohl die Bundesregierung als auch er selbst hätten immer gesagt, sie seien bereit, Beiträge zu leisten und Verantwortung zu übernehmen. Es sei lediglich eine Position der Bundeswehr gewesen, die er wiedergegeben habe.
Wadephul muss in Tokio zurückrudern, nachdem er sich indirekt (aber recht unmissverständlich) gg Bundeswehr-Beteiligung in Ukraine ausgesprochen hatte (was wohl ungünstige Vorfestlegung & nicht seine Kompetenz war).
Pressekonferenz mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte | 06.07.2026











