Péter Magyar hat nach seinem Wahlsieg bei der ungarischen Parlamentswahl erste außen- und innenpolitische Leitlinien für seine künftige Regierung skizziert. Bei einer Pressekonferenz in Budapest stellte der designierte Ministerpräsident klar, dass Ungarn einen EU-Kredit über 90 Milliarden Euro für die Ukraine nicht länger blockieren werde. Zugleich machte er deutlich, dass sein Land sich wegen der eigenen wirtschaftlichen Lage aus seiner Sicht nicht an der Finanzierung beteiligen müsse. Zuerst berichtete die Welt darüber.
Auch mit Blick auf den Krieg positionierte sich Magyar vorsichtig. Einen beschleunigten EU-Beitritt der von Russland angegriffenen Ukraine während der laufenden Kämpfe lehnt er ab. Gleichzeitig signalisierte er grundsätzliche Gesprächsbereitschaft gegenüber dem russischen Präsidenten. „Wenn Wladimir Putin anruft, werde ich den Hörer abnehmen“, sagte Magyar. Für den Fall eines Austauschs fügte er hinzu: „könnte ich ihm sagen, dass es nett wäre, das Töten nach vier Jahren zu beenden und den Krieg zu beenden“. Zugleich schränkte er ein: „Es wäre wahrscheinlich ein kurzes Telefonat und ich denke nicht, dass er den Krieg auf meinen Rat beenden würde.“
Im Bereich der Energiepolitik kündigte Magyar an, bestehende Vereinbarungen mit Russland auf den Prüfstand zu stellen. „alle Verträge“ über russische Energielieferungen sollten überprüft, neu verhandelt und „wenn nötig“ beendet werden.
Parteipressekonferenzen von Die Linke, CDU, SPD und Bündnis 90/Die Grünen











