Warum die „letzte Chance” der „politischen Mitte” in sich zusammenfällt

vor etwa 2 Monaten

Warum die „letzte Chance” der „politischen Mitte” in sich zusammenfällt
Bildquelle: NiUS

Im politischen Berlin zerbricht etwas. So langsam, dass man dabei zuschauen kann. Und damit ist nicht die schwarz-rote Bundesregierung gemeint, die sich von Koalitionsgipfel zu Koalitionsgipfel hangelt, bei dem entschieden wird, dass beim nächsten Koalitionsgipfel dann aber wirkliche Reformen kommen.

Im Hauptstadtjournalismus zerbricht langsam aber stetig der Glaube daran, dass eine sogenannte „politische Mitte“ die Probleme dieses Landes in den Griff bekommen könnte. Dass sie so etwas wie eine „letzte Chance“ ergreifen würde oder auch die „letzte Patrone der Demokratie“ ein schwarz-roter Treffer sein muss.

„Zerbricht die politische Mitte?“, titelt heute Table Media mit einer offenen Frage, verbreitet von Chefredakteur Michael Bröcker im gleichnamigen Podcast. Robin Alexander, der über die „Letzte Chance“ der politischen Mitte gar ein Buch geschrieben hat, beschreibt in seinem jüngsten Podcast Machtwechsel, dass sich die „politische Mitte“ zusehends entfremde. Im Talk von Sandra Maischberger beklagte Alexander regelrecht, dass sich Kanzler und Gewerkschaften nicht riechen könnten und dass es viel schwieriger geworden sei, in der „politischen Mitte“ Einigungen zu finden.

Die Dämmerung bei den publizistischen Vorkämpfern der Erzählung einer „politischen Mitte“ könnte sich darin begründen, dass das Beschriebene gar nicht existiert – und das im Scheitern von Schwarz-Rot auch für den treuesten Anhänger sichtbar wird.

Das, was sich heute selbstreferenziell „politische Mitte“ nennt, gibt es als diese homogene Masse überhaupt nicht. Grüne Energiewende-Fans haben so viel mit marktradikalen FDPlern zu tun wie SPD-Chefin Bärbel Bas, die behauptet, niemand würde in den Sozialstaat einwandern, wie CSU-Innenminister Alexander Dobrindt, der gerade versucht, die Migrationskrise irgendwie umzukehren.

Die Behauptung einer Existenz der „politischen Mitte“ speist sich allen voran aus zwei Quellen:

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von NiUS

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von NiUS zu lesen.

Weitere Artikel