Ein 18-jähriger Schüler wird suspendiert, weil er in einem Workshop zum Thema Online-Radikalisierung die Definition von Diskriminierung hinterfragt haben soll. Das berichtet die Junge Freiheit, der der Schriftverkehr mit dem Berliner Gymnasium vorliegt. Er nahm zusammen mit anderen Schülern an einem Workshop des Projektes „AntiAnti“ teil, der von der Berliner Senatsverwaltung für Bildung und dem Brandenburger Bildungsministerium gefördert wird. In dem Workshop ging es um „Hate Speech“ und „menschenverachtende Hetze“.
Es könnte sich, auch wenn das aus dem Artikel der JF nicht eindeutig hervorgeht, um den Workshop „ViralHate – Strategien der extremen Rechten online“ handeln, der damit wirbt, dass Schüler lernen sollen, zwischen „Kritik und menschenverachtender Hetze zu unterscheiden“. Der Workshop fand am 16. Dezember statt. Gegenüber der JF erzählt der Schüler, dass er in der Vorstellungsrunde gesagt habe, dass er erfundene Pronomen ablehne und das generische Maskulinum bevorzuge.
Im Verlauf des Workshops sagte eine der Leiterinnen, dass Diskriminierung ein strukturelles Machtgefüge voraussetze. Der Schüler fragte nach der Quelle für diese Definition, die ihm nicht genannt wurde. Nach der Pause sollen ihn eine Lehrerin und eine Abteilungsleiterin der Schulleitung beiseite genommen und mit ihm gesprochen haben. Dabei soll die Tür zum Unterrichtsraum offengestanden haben, sodass die anderen Schüler das ganze Gespräch mithören konnten.
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