Belästigungsvorwürfe haben die politische Karriere des Grünen-Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar vorerst durchkreuzt. Aktuell vertritt der Politiker den Wahlkreis Berlin-Pankow als Direktkandidat im Bundestag. Am Mittwoch wollte sich Gelbhaar bei einer Wahlversammlung der Grünen-Pankow erneut aufstellen lassen, unterlag jedoch seiner Konkurrentin Julia Schneider deutlich. Laut den Angaben des Kreisverbandes erreichte Schneider 85,3 Prozent aller Stimmen. Sie ist derzeit noch Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses.
Erst vor einigen Wochen hatten mehrere Frauen anonym Belästigungsvorwürfe gegen Gelbhaar erhoben. Mittlerweile geht er dagegen juristisch vor und bezeichnete sie in einer Stellungnahme als „Lüge“. „Ich weiß seitdem, dass es sich bei diesem Vorgang um eine in Teilen geplante Aktion handeln muss. Das Ziel ist, mich massiv zu diskreditieren, […]. Das ist schlichtweg kriminell“, heißt es weiter.
Offensichtlich schenkte die Mehrheit der Mitglieder auf der Wahlversammlung Gelbhaar keinen Glauben. Noch im November wurde der Bundestagsabgeordnete mit 98,4 Prozent der Stimmen erneut als Direktkandidat aufgestellt, erst die Wiederholung der Wahl, die nach Aufkommen der Vorwürfe anberaumt wurde, führte dazu, dass Gelbhaar doch abgewählt wurde.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











