Schon wieder steht der RBB im Mittelpunkt eines möglichen Eklats: Der langjährige Moderator des hausinternen Medienmagazins, Jörg Wagner, moniert gegenüber der Süddeutschen Zeitung eine Einflussnahme auf seine Arbeit. Konkret geht es um eine Podcastfolge, in der eine umstrittene Information über den ehemaligen RBB-Chefredakteur David Biesinger geteilt worden war.
Biesinger war im März nach der Gelbhaar-Affäre, in der der Sender Missbrauchsvorwürfe gegen den ehemaligen Grünen-Bundestagsabgeordneten Stefan Gelbhaar ungeprüft veröffentlicht hatte, zurückgetreten. Schon zuvor war sein Name mit Fragezeichen versehen: Bereits im Sommer 2023 war unklar, ob Biesinger Teil der Geschäftsführung unter Patricia Schlesinger war – die sich nicht nur eigenhändig die Gehälter erhöht, sondern den Sender möglicherweise auch um Millionen gebracht hat (mehr dazu hier).
Der RBB versuchte, Biesingers Rolle damals herunterzuspielen und zu beweisen, dass er nicht in der Geschäftsführung tätig war. Doch das sieht der Medienjournalist Wagner anders: „Meine Erkenntnisse aber sind: Er war es“ – und das hat Wagner in seinem Format auch deutlich gemacht. Aber „wenn es in der Folge dazu kommt, dass diese Passage nachträglich aus dem ‚Medienmagazin‘-Podcast rausgeschnitten wird, gibt es einen Konflikt.“
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