In Großbritannien hat die Affäre um Kontakte des früheren Ministers Peter Mandelson zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein politische Folgen. Nach übereinstimmenden Medienberichten ist Morgan McSweeney, der Stabschef von Premierminister Keir Starmer, zurückgetreten.
In einer von der BBC veröffentlichten Erklärung übernahm McSweeney die Verantwortung für die Ernennung Mandelsons zum britischen Botschafter in den USA. „Ich habe dem Premierminister zur Ernennung von Ex-Minister Peter Mandelson als Botschafter in den USA geraten und übernehme die volle Verantwortung dafür“, heißt es in seinem Statement. Weiter erklärte er: „Die Entscheidung, Peter Mandelson zu ernennen, war falsch.“ Dieser habe „der Labour-Partei, dem Land und dem Vertrauen in die Politik geschadet“.
Hintergrund des Rücktritts sind Ermittlungen der britischen Polizei gegen Peter Mandelson. Der ehemalige Wirtschaftsminister soll enge Verbindungen zu Epstein gepflegt und diesem während der Finanzkrise vertrauliche Informationen zugespielt haben. Mandelson war erst vor rund einem Jahr zum Botschafter in Washington berufen worden, verlor das Amt aber infolge der Enthüllungen im vergangenen Jahr.
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