Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) geht nach einem Tagesspiegel-Bericht zu seinem Verhalten während des Stromausfalls im Südwesten der Stadt in die Offensive – und zieht eine der bekanntesten Medienrechtskanzleien Deutschlands hinzu. Am Dienstagabend ließ er über die Berliner Kanzlei Schertz Bergmann mitteilen, presserechtliche Schritte gegen die Berichterstattung prüfen zu lassen.
In der Erklärung seines Anwalts Christian Schertz weist Wegner die Darstellung des Tagesspiegels entschieden zurück. „Der Tagesspiegel formuliert heute im Checkpoint die Behauptung, dass mein Mandant die Öffentlichkeit bewusst getäuscht habe. Diese Aussage ist haltlos. Es gibt hierfür keine Grundlage.“ Auch die angeführte Begründung trage diesen Vorwurf nicht.
Weiter heißt es, Wegner habe sich zu der Frage, wann er mit welchen Stellen telefoniert habe, „entgegen der Darstellung nicht geäußert“. Vielmehr habe er lediglich „ergänzend nochmals darauf hingewiesen, in welcher Zeit er Tennis gespielt hat“. Schertz erklärte zudem, er sei beauftragt worden zu prüfen, „inwiefern gegen diese kampagnenartige Formulierung presserechtliche Schritte einzuleiten sind“.
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