Der Pro-Atomkraft-Aktivist Andreas Fichtner wurde vor dem Amtsgericht Schweinfurt wegen Hausfriedensbruchs verurteilt, weil er gegen die Zerstörung des stillgelegten Kernkraftwerks Grafenrheinfeld in Unterfranken protestierte. Fichtner, der auch als „Atom-Andi“ bekannt ist, kletterte am 16. August 2024 auf einen Strommast direkt neben den Kühltürmen. Deren für diesen Tag vorgesehene Sprengung verzögerte sich dadurch um rund eineinhalb Stunden. Mit seiner Aktion wollte er gegen den Abriss funktionstüchtiger Kernkraftwerke protestieren und auf die Folgen des überstürzten Atomausstiegs hinweisen.
Die Staatsanwaltschaft forderte zunächst eine „Geldstrafe in Höhe von 60 Tagessätzen“ à 50 Euro, insgesamt also 3.000 Euro. Da Fichtner sich gegen diesen Strafbefehl rechtlich zur Wehr setzte, kam es zur Gerichtsverhandlung am Donnerstag. Wie Fichtner auf X mitteilte, wurde dabei die Strafe verschärft: Er wurde zu „80 Tagessätzen“ verurteilt. Fichtner kündigte an, dieses Urteil nicht zu akzeptieren, sondern dagegen Rechtsmittel einzulegen.
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