Der Berliner Tugay Saraç war einst Islamist und schon immer homosexuell. Diese Orientierung wollte er viele Jahre in seinem Leben unterdrücken – im Zuge dessen begann er sich zu radikalisieren und rutschte in die salafistische Szene ab. Jahre später wandte er sich von diesem Weg ab. Nun tourt er durch Schulen und versucht, über das Leben eines schwulen Moslems aufzuklären – dabei begegnet ihm immer wieder Homophobie von muslimischen Jungen.
In einem Interview mit dem Tagesspiegel schildert Saraç seine Erlebnisse. Gerade bei den muslimischen Jugendlichen, insbesondere bei den Jungen, gebe es „große Probleme mit Queerfeindlichkeit“, schildert er. Zu der einfachen Ablehnung von Homosexualität kämen „oftmals jedoch Gewaltfantasien“ hinzu.
Es würden Sätze wie „Wenn mein Kind schwul wäre, würde ich es umbringen“ oder „Wenn mein Bruder schwul wäre, würde ich ihn zusammenschlagen und den Kontakt abbrechen“ fallen. Saraç erklärt weiter, dass es „dabei fast immer um schwule Männer“ gehe – diese seien für die muslimischen Jungen „keine echten Männer“.
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