Werden „in besonderem Maße“ berücksichtigt: Berlin möchte öffentliche Stellen gezielt mit Migranten besetzen

vor 12 Monaten

Werden „in besonderem Maße“ berücksichtigt: Berlin möchte öffentliche Stellen gezielt mit Migranten besetzen
Bildquelle: Apollo News

„Wir möchten den Anteil von Beschäftigten mit Migrationshintergrund im öffentlichen Dienst erhöhen.“ So heißt es in zahlreichen aktuellen Stellenausschreibungen der Stadt Berlin. Bei einer „ausreichenden Anzahl entsprechender Bewerbungen“ möchte die Stadt daher „Personen mit Migrationshintergrund gemäß ihrem Anteil an der Berliner Bevölkerung (Anteil 06/2024: 40,3 %)“ einladen, also gegebenenfalls bevorzugen.

Ihre Bewerbungen werden bei Einstellungen „in besonderem Maße“ berücksichtigt, heißt es dann auch. Diese Botschaft findet sich jedoch erst auf den zweiten Blick. Klickt man verschiedene Jobangebote an – zum Beispiel für einen amtlichen Tierarzt in Spandau oder für den Leiter der Abteilung Hochbau – findet sich in der Ausschreibung erst einmal folgender Satz: „Bewerbungen von Personen mit Migrationsgeschichte“ seien „ausdrücklich erwünscht“.

Es wird darauf hingewiesen, dass auch Bewerbungen von Frauen und Menschen mit Schwerbehinderung „ausdrücklich erwünscht“ sind. Erst wenn man auf die Schaltfläche „Jetzt bewerben“ klickt, um die Bewerbungsunterlagen hochzuladen, erscheinen die Sätze über eine zu erfüllende Quote bei Menschen mit Migrationshintergrund gleich oben. Grundlage für dieses Vorgehen der Hauptstadt ist das Berliner „Partizipationsgesetz“, das im Juli 2021 verabschiedet wurde.

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