„Wir müssen auch ein emotionales Angebot machen“: Schweitzer erklärt, die SPD argumentiere zu rational

vor 9 Monaten

„Wir müssen auch ein emotionales Angebot machen“: Schweitzer erklärt, die SPD argumentiere zu rational
Bildquelle: Apollo News

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und SPD-Vize Alexander Schweitzer fordert seine Partei dazu auf, emotionaler zu agieren. Politik rein rational zu erklären reiche nicht aus. Er betont, dass zwar eine gute Regierungsbilanz wichtig sei, diese allein jedoch nicht ausreiche: „Wir müssen auch ein emotionales Angebot machen“, so Schweitzer im Interview mit T-online.

„Die SPD braucht eine nach vorne gerichtete Geschichte, die ein positives, emotionales und freiheitliches Bild von der Zukunft zeichnet.“ Zudem müsse man als Partei wieder „die Themen berühren, die Menschen im Alltag beschäftigen“, so der Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz weiter. Populistisch dürfe man nicht werden, dass sei aber machbar. Dafür müsse man nur bei den Fakten bleiben, diese aber mit „mehr Leidenschaft“ vermitteln. „Wir dürfen die Emotionalisierung nicht der politischen Konkurrenz überlassen, was aktuell leider der Fall ist“, so Schweitzer.

Zudem warntSchweitzer vor dem „toxischen, emotionalen Angebot von rechts außen“, das die Demokratie in Deutschland bedrohe. Er kritisiert, dass die AfD eine „hochemotionale Politik“ betreibe, die mit Ressentiments unterlegt sei und so „Gift für die Demokratie“ darstelle. Die SPD müsse dem Wirken der AfD deswegen mit mehr Emotionalität entgegentreten. Zu oft habe man versucht die Politik rational anhand von Excel-Tabellen zu erklären, so Schweitzer weiter.

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