Deutschlands führende Wirtschaftsinstitute haben das prognostizierte Wachstum für das aktuelle Jahr mehr als halbiert. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf Insiderinformationen rund um die sogenannte „Gemeinschaftsdiagnose“. Dieses Papier wurde vom RWI Essen, dem DIW Berlin, dem ifo Institut in München, dem IWH in Halle und dem Kieler Institut für Weltwirtschaft im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erstellt und soll am Mittwoch veröffentlicht werden.
Demnach errechnen die Institute für das laufende Jahr nur noch 0,6 Prozent: In ihrem letzten Bericht vor rund einem halben Jahr hatten die Institute noch ein Wachstum von 1,3 Prozent für dieses Jahr und 1,4 Prozent für das kommende Jahr prognostiziert. Verantwortlich für den Einbruch ist vor allem der Krieg im Mittleren Osten und die damit einhergehenden Preisaufschläge bei Öl und Gas.
Noch im Januar, einen Monat vor dem Kriegsausbruch im Mittleren Osten, hatte die Bundesregierung ihre Prognose von rund einem Prozent Wirtschaftswachstum öffentlich gemacht. Angesichts einer ungefähren Halbierung stellt sich die Frage, wie viel echtes Wirtschaftswachstum überhaupt noch bleibt: Denn die schuldenfinanzierten Sondervermögen sind ohnehin schon ein wesentlicher Treiber des bisher erwarteten Wirtschaftswachstums gewesen.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











