Wirtschaftsministerin Reiche will Einspeisevergütung für private Solaranlagen streichen

vor 4 Monaten

Wirtschaftsministerin Reiche will Einspeisevergütung für private Solaranlagen streichen
Bildquelle: Apollo News

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche will die Einspeisevergütung für private Solaranlagen vollständig streichen. Das geht aus dem Entwurf für eine Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) hervor, der nun mit dem Kanzleramt abgestimmt werden soll. Bisher beträgt die Vergütung für neue Anlagen 7,87 Cent pro Kilowattstunde. Der Betrag sinkt alle sechs Monate um ein Prozent. Wie das Ministerium am Freitag laut t-online mitteilte, lohne sich eine Investition in kleine PV-Anlagen bereits nach wenigen Jahren. „Hier bedarf es keiner Förderung auf Kosten des Steuerzahlers.“

Die bisherige Einspeisevergütung gilt für zwanzig Jahre. Da der Betrag allerdings unter dem Marktwert liegt, ist es oft sinnvoller, den Strom selbst zu verbrauchen. Den Eigenverbrauch will auch das Ministerium priorisieren. So soll bei kleinen Photovoltaikanlagen die Leistung auf 50 Prozent gedrosselt werden können, wenn kein Speicher vorhanden ist. So sollen Anlagenbesitzer dazu animiert werden, auch Speicher für ihren Strom zu verwenden.

Durch die angestrebte Gesetzesänderung wolle man einer „Überforderung“ von Solaranlagen entgegenwirken, so das Ministerium. „Wir werden nur noch für das zahlen, was tatsächlich einen Nutzen für das Stromsystem bringt.“ Denn durch die garantierte Einspeisevergütung werde auch dann Solarstrom ins Netz eingespeist, wenn bereits genügend Strom vorhanden sei.

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