Wird Wirtschaftspolitik das Top-Thema des Jahres 2026? Der Austausch des Büroleiters von Kanzler Merz deutet zumindest auf eine Kurskorrektur hin. Bei 10.000 Industriearbeitsplätzen, die jeden Monat verloren gehen, ist allerdings auch höchste Eile geboten, kommentiert Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrats, in seiner aktuellen Kolumne.
So schrieb der Kanzler zu Jahresbeginn einen Brief an die Abgeordneten der schwarz-roten Koalition und hob hervor, in diesem Jahr „die richtigen politischen und gesetzlichen Entscheidungen zu treffen, um die Standortbedingungen durchgreifend zu verbessern“. Diese Kursbestimmung sei richtig und dringend notwendig, kommentiert Wolfgang Steiger. „Deutschland verliert seit über zwei Jahren jeden Monat 10.000 Industriearbeitsplätze. Die lang anhaltende Wachstumsschwäche zehrt längst an den wirtschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Fundamenten. Die Auswirkungen gehen weit über Deutschland hinaus: Ausgerechnet in einer Zeit, in der Länder wie die USA, China und Russland das geopolitische Koordinatensystem grundlegend verschieben, wird sich Europa keinen Zustand leisten können, der geprägt ist von einem Deutschland, das nicht wächst, und einem Frankreich, das seine Schulden nicht im Griff hat.“
Die Weltpolitiker Merz und Macron haben vor allen in den eigenen Nationen viele ungelöste Aufgaben.
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