Die wunderbare Veranstaltung nannte sich „Mahnwache gegen den Antisemitismus“. Der Ort, an dem sie stattfand, hätte nicht besser gewählt werden können – der Berliner Bebelplatz nahe der historischen Straße Unter den Linden direkt an der Humboldt-Universität. Genau an dieser Stelle fand am 10. Mai 1933 die sogenannte Bücherverbrennung statt. „Ich übergebe den Flammen die Schriften von Heinrich und Thomas Mann“ … Millionen kennen die Nazi-Reportage mit den im Feuer aufgehenden „verbotenen Schriften“ und der keifenden Stimme des Reporters dazu.
Und nun hier, an dieser schicksalhaften Stätte, gedachten Juden und Christen am zweiten Jahrestag des Terrorangriffs der Hamas auf Israel den ermordeten Israelis – und verlasen die Namen der letzten 48 verbliebenen Geiseln. Menschen lagen einander in den Armen, überall israelische Flaggen. Die Sängerin SHEVA sang „Sh’ma Israel“ (Höre, Israel) und „New Day Will Rise“ – viele Menschen sangen mit, einige weinten. Alle Glocken der Umgebung läuteten um Punkt 18 Uhr.
Die Gedenkveranstaltung am Bebelplatz
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