Klar: Der letzte „Tatort“ hatte eine gute Einschaltquote, 9,98 Millionen Menschen sahen die Kölner Kommissare Ballauf und Schenk. Klar auch: Die schauspielerische Leistung war teilweise bemerkenswert. Noch selten sah man Prostituierte im Puff, die keine waren und doch so wirkten. Und die Location war das, was es sein sollte – ein Bordell.
Aber warum müssen die Sexarbeiterinnen so sprechen? „Es ist nicht meine Vagina, die schmerzt, es ist die Lüge.“
Und warum müssen sie direkt in die Kamera gucken und den Zuschauer über ihre seelischen Verletzungen aufklären und ihre Ächtung durch die bigotte bürgerliche Gesellschaft beklagen? Und vor allem: Was hat das mit einem Krimi zu tun, der „Tatort“ heißt und auch mal ein Film war, bei dem es um Mörder, Verbrecher und andere Schufte ging – die am Ende der gerechten Strafe zugeführt wurden?
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