Im ersten Quartal 2026 ist die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland erstmals seit fünf Jahren gesunken. Lediglich 4807 Menschen wurden in diesem Zeitraum abgeschoben. Noch im Vorjahr waren es 6151 Abschiebungen – 1344 mehr. Damit brach die Zahl um mehr als 20 Prozent ein. Diese Zahlen gehen aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken hervor, die der Neuen Osnabrücker Zeitung vorliegt.
Demnach gab es in den ersten drei Monaten dieses Jahres lediglich drei Abschiebungen nach Syrien. Zudem wurden ebenfalls drei Menschen in den Iran und 27 Menschen nach Afghanistan abgeschoben. Die meisten Abschiebungen erfolgten in die Türkei (601), nach Georgien (266) und nach Nordmazedonien (230).
Dabei sprach sich Merz im vergangenen Jahr und zuletzt noch Ende März für die Rückkehr syrischer Flüchtlinge nach Syrien aus. Beim Besuch des neuen syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin verkündete der Bundeskanzler, dass innerhalb von drei Jahren 80 Prozent der Syrer, die „keinen gültigen Aufenthaltstitel mehr haben“, in ihre Heimat zurückkehren würden.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











