Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 217.277 Gewaltstraftaten verzeichnet, ein Anstieg von 1,5 Prozent gegenüber 2023 – wo bereits ein 15-Jahres-Hoch erreicht wurde. Diese Zahlen gehen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für 2024 hervor. Diese soll am 2. April von der scheidenden Bundesinnenministerin Nancy Faeser vorgestellt werden, die Welt berichtete bereits vorab über die Zahlen.
Laut PKS steigt die Gewaltkriminalität insbesondere aufgrund einer höheren Zahl „nichtdeutscher“ Tatverdächtiger um 7,5 Prozent auf 85.012 Personen sowie zunehmend auch aufgrund tatverdächtiger Kinder. Die Zahl stieg um 11,3 Prozent auf 13.755 Personen und die von Jugendlichen um 3,8 Prozent auf 31.383.
Besonders stark war der Anstieg bei der Zahl der Messerdelikte: Deutschlandweit registrierte die Statistik insgesamt 29.014 Fälle, darunter 15.741 konkrete Angriffe. Spitzenreiter bei diesem Delikt ist Bayern mit einem Anstieg um 110 Prozent auf 1.813 Fälle. In Nordrhein-Westfalen stiegen die Messerdelikte auf 7.295 Fälle – ein Anstieg um 20,6 Prozent. In Brandenburg gab es 793 Fälle, was einem Plus von 16,6 Prozent entspricht.
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