Journalismus bedeutet, dorthin zu schauen, wo es ungemütlich wird. Zum Beispiel auf die Popkultur und ihre Folgen für die Unversehrtheit der Frauen. Nur die Wenigsten wissen: Liebesfilme können zu Femiziden führen! Die Zeit widmet sich diesem unterschätzten und darum umso dringlicheren Thema nun in einem Text mit dem Titel „Aber ist das nicht auch irgendwie süß?“ Die These: Morden an Frauen gingen in der Regel Kontrolle und Stalking voraus. „Das sind Verhaltensweisen, die unsere Popkultur bis heute absurd romantisiert.“
„Femizide sind selten spontane Taten“, findet die Zeit.
Millionen junger Frauen sind etwa mit der Liebesgeschichte zwischen dem Vampir Edward Cullen und seiner menschlichen Angebeteten Bella sozialisiert. Wer Edward bislang wegen seiner ins Bürokratische tendierenden Förmlichkeit für unverdächtig hielt, der irrt. In der Zeit erfahren wir: Erward taucht nachts in Bellas Zimmer auf, weil er ihr gerne beim Schlafen zusieht. Und er folgt Bella, als sie eines Nachts allein unterwegs ist, rettet sie sogar vor einer Straßengang. Ein unangenehmer Typ also.
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