Zunehmend Probleme mit ausländischen Patienten: Arztpraxismitarbeiter „beschimpft, bedroht und privat belästigt“

vor 10 Monaten

Zunehmend Probleme mit ausländischen Patienten: Arztpraxismitarbeiter „beschimpft, bedroht und privat belästigt“
Bildquelle: Apollo News

„Termine und Behandlung bitte mit Dolmetscher!“, heißt es auf den Schildern auf Russisch, Ukrainisch und Arabisch in der Arztpraxis des Kardiologen Jörg Langel aus Gera. Darüber steht auf Deutsch: „Wir sprechen hier in der Praxis ausschließlich Deutsch!“ Eine ausreichende Verständigung sei nötig, um die Patienten richtig behandeln zu können, sagt der Arzt. Gegenüber dem Focus berichtet er von seinem Arbeitsalltag mit zunehmend mehr ausländischen Patienten. Neben Sprachproblemen kommt es teilweise auch zur Mitarbeiterbelästigung.

Mitarbeiter seien „beschimpft, bedroht und auch privat belästigt worden“, berichtet er. Eine Mitarbeiterin könne gut Russisch sprechen und habe dann für die ukrainischen Patienten übersetzt. Es habe „einen regelrechten Ansturm“ gegeben, „und die Kollegin war fast nur noch mit Dolmetschertätigkeiten beschäftigt“. Sie sei sogar auf dem Nachhauseweg und auf dem Parkplatz angesprochen worden. Außerdem sei sie auf ihrem privaten Handy angerufen worden, obwohl die Praxis die Handynummer nie veröffentlicht hatte.

Der Kardiologe berichtet weiter, dass Patienten in Begleitung eines „Anwalts“ erschienen seien, der gefordert habe, keine Fragen nach Gründen zu stellen. Patienten seien mit einem Handyübersetzer und bestimmten Diagnosen wie „Mitralklappenprolapssyndrom“ gekommen, die sie bestätigt haben wollten und forderten eine dementsprechende Behandlung. Eine Ukrainerin sei in Begleitung von vier Männern erschienen. Als die Praxis sie nicht behandeln konnte, wurden ihre Begleiter aggressiv.

Publisher Logo

Dieser Artikel ist von Apollo News

Klicke den folgenden Button, um den Artikel auf der Website von Apollo News zu lesen.

Weitere Artikel