In Pakistan soll das 13-jährige christliche Mädchen Maria Shahbaz entführt und zwangsverheiratet worden sein, wie ihre Eltern sagen. Der oberste Gerichtshof, der auch Verfassungsfragen behandelt, bestätigte jedoch die Gültigkeit der Ehe, obwohl der Vater laut der pakistanischen Wochenzeitung Friday Times eine Geburtsurkunde vorlegte, die belegen soll, dass seine Tochter noch minderjährig ist. Doch das Gericht lehnte die Dokumente als unzuverlässig ab. Das Mädchen sehe älter aus, hieß es laut der Organisation International Christian Concern zur Begründung.
Eigentlich kann in Pakistan erst geheiratet werden, wenn man mit 18 Jahren die Volljährigkeit erreicht hat. Doch es gibt immer wieder Probleme mit Zwangsverheiratungen von Kindern. Im Juli 2025 soll das Mädchen entführt worden sein, und ihre Familie kämpfte monatelang darum, sie zurückzubekommen, wie der Vater sagte. Doch das Verfassungsgericht entschied am 25. März, dass Maria Shahbaz volljährig sei und bei dem Mann bleiben könne, der sie entführt haben soll.
Es wurde bestätigt, dass die Ehe dem islamischen Recht unterliege und die Konversion ebenfalls rechtmäßig sei. Denn im Islam brauche es nur ein Glaubensbekenntnis und keine formelle Zeremonie, um zu konvertieren. Daher werde ihre Konversion als echt eingeschätzt. Doch ein Bezirksgericht hatte in einer unteren Instanz entschieden, dass die Heiratsurkunde gefälscht sei, und der zuständige Gemeinderat bestätigte, dass keine offiziellen Dokumente vorlägen, wie die pakistanische Wochenzeitung Friday Times am 28. März berichtete.
Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) zum Bundeshaushalt 2027 | 06.07.26











