Eine jährlich durchgeführte Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Forsa für RTL, Stern und ntv zeigt eine Überraschung im Vertrauen der jungen Erwachsenen in die religiösen Institutionen des Landes. In der Gruppe der 18- bis 29-Jährigen vertrauten 17 Prozent dem Islam, aber nur 13 Prozent der katholischen Kirche, heißt es in der Umfrage. Dem Islam wird in Deutschland also inzwischen mehr vertraut als der katholischen Kirche. 4000 Menschen wurden befragt.
Damit liegen die jungen Erwachsenen genau im Kontrast zur allgemeinen deutschen Bevölkerung. Dort wird dem Islam am wenigsten Vertrauen entgegengebracht. Unter den weltanschaulichen Institutionen bringen die Deutschen dem Zentralrat der Juden (35 Prozent) das größte Vertrauen entgegen. Dem Islam vertrauen dagegen nur 7 Prozent. 14 Prozent vertrauten der katholischen Kirche. Das sind drei Prozent mehr als im Vorjahr, 2022 hatten gar nur noch 8 Prozent angegeben, Vertrauen in die Kirche zu haben. Großes Vertrauen in die evangelische Kirche haben laut Forsa 28 Prozent.
Der Trend nach oben hängt entscheidend von dem neu gewählten Papst ab: 28 Prozent der Deutschen gaben der Umfrage zufolge an, großes oder sehr großes Vertrauen in das neue Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche – zwölf Prozent mehr als vor einem Jahr. Papst Franziskus stand dennoch besser da als sein Nachfolger Leo XIV. Papst Franziskus hatte 2015 60 von möglichen 100 Vertrauenspunkten erreicht. Am 8. Mai 2025 wurde Kardinal Robert Francis Prevost zum Nachfolger des im Mai verstorbenen Papstes Franziskus gewählt. Er nahm den Namen Leo XIV. als Papst an.
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