Der Täter, der sechs Menschen auf dem Magdeburger Weihnachtsmarkt getötet hatte, wandte sich im Vorfeld sogar an deutsche Behörden und drohte mit einem Anschlag. Das geht aus einem der Welt vorliegenden Einträge hervor. Zuvor hatte der Spiegel über ein internes Dokument des Bundeskriminalamtes berichtet, in dem Taleb al-Abdulmohsen in 105 aktenkundigen Vorgängen von Behörden in sechs Bundesländern aufgeführt wird (Apollo News berichtete).
Einer dieser Vorgänge aus Februar 2023 zeigt, dass sich Abdulmohsen persönlich an das Bundesinnenministerium gewendet hatte, um mit einem Anschlag zu drohen. Per Kontaktformular schrieb der aus Saudi-Arabien stammende Facharzt an das Kanzleramt: „Meine Frage war ‚Muss man in Deutschland 20 Leute auf den Straßen von Berlin umbringen[,] um die Gerechtigkeit zu bekommen?‘ Bis heute habe ich keine überzeugende Antwort bekommen.“
Als Hintergrund soll Abdulmohsen angegeben haben, zwei Richter vom Amtsgericht und Landgericht Rostock würden „Lügen über ihn verbreiten“ und er habe eine „Anzeige wegen Verleumdung“ erhalten. Tatsächlich verurteilte das Amtsgericht Abdulmohsen zu einer Geldstrafe von 900 Euro. Er hatte einer Mitarbeiterin der Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern gedroht, ein Verbrechen nach dem Vorbild des islamistischen Terroranschlags auf den Boston-Marathon zu begehen. „Haben Sie die Bilder aus Boston gesehen? So was passiert dann hier auch“, soll al-Abdulmohsen damals gesagt haben.
WM 2026 in USA: Fifa-Skandal! Trump ruft Infantino an! Sperre für US-Spieler aufgehoben I WELT LIVE











