Nichts ist 2026 so umkämpft wie die Männlichkeit. Von linken Feministinnen werden Männer dargestellt wie notgeile Psychopathen. Alle werden sie über einen Kamm geschoren. Von Influencer Andrew Tate und seiner „Manosphere“ werden sie als Weicheier belächelt. Sobald sie kompliziert werden, sind sie toxische Narzissten. Sie sollen kriegstüchtig werden, aber trotzdem ihre Babys während der Elternzeit im Tuch herumtragen. Sie sollen „Care-Arbeit“ zu gleichen Teilen übernehmen und trotzdem noch gutbezahlt im Job performen – nur, um dann von der KI ersetzt zu werden. Männer sollen männlicher werden, fordern jetzt sogar die Grünen in einem Manifest: Selbst die wollen offenbar weniger Lastenrad-Luschen und mehr Kerle mit Kanten, weniger Müsli, mehr Mucki.
Laut einer aktuellen Studie, die der britische Guardian heute zitiert, hat sich von 1972 bis 2019 das Testosteron-Level von Männern halbiert. Beim jährlichen Treffen der „European Society of Human Reproduction and Embryology“ in London schockierten diese Zahlen am Dienstag. Als Gründe für den Rückgang werden die zunehmende Fettleibigkeit bei Männern sowie der damit zusammenhängende Diabetes genannt. Aber auch Umweltchemikalien, die sich auf den Hormonhaushalt auswirken, sorgen für weniger Mann und mehr Masse. Um das Testosteron ist ohnehin ein regelrechter Hype entbrannt: Plattformen wie TikTok und Instagram sind voll mit Fitness-Influencern, die Testosteron-Ersatztherapien als schnellen Weg zum Superbody und als Mittel gegen (Sex-)Müdigkeit bewerben, übrigens auch für Frauen.
Das ist bitter – und verwundert doch niemanden. Wenn Typen wie Schauspieler Henning Baum wie aus der Zeit gefallen wirken, wenn der blasse Robert Habeck für heiße Träume bei Hobbytrommlerinnen sorgt, wenn Grünen-Chef Felix Banaszak der Busenbibel Playboy Interviews gibt, dann muss man sich Gedanken ums Männerbild machen.
DONALD TRAMPELT AUF NATO-GIPFEL: Drohung an Iran, Zorn gegen Spanien & Lob für Selenskyj | WELT LIVE










