Das EU-Parlament hat sich mit 355 zu 247 Stimmen bei 30 Enthaltungen für ein Verbot von Bezeichnungen wie „Tofu-Wurst“, „Sellerie-Schnitzel“ oder „Veggie-Burger“ ausgesprochen. Künftig sollen pflanzliche Produkte keine Bezeichnungen mehr tragen dürfen, die traditionell für Fleischwaren verwendet werden.Ob das Verbot tatsächlich in Kraft tritt, ist jedoch noch offen, die 27 EU-Mitgliedstaaten müssen der Regelung noch zustimmen.
Nach dem Willen der Abgeordneten sollen Bezeichnungen wie Burger, Schnitzel oder Wurst künftig ausschließlich Produkten tierischen Ursprungs vorbehalten sein. Eine Mehrheit aus Rechtsaußen-Fraktionen sowie Teilen der konservativen EVP-Fraktion, darunter CDU und CSU, stimmte am Mittwoch für die entsprechende Gesetzesänderung.
Der Vorschlag geht nun in die sogenannten Trilogverhandlungen mit den 27 EU-Mitgliedstaaten. Eine endgültige Entscheidung steht damit noch aus. Eingebracht wurde der Antrag von der französischen Konservativen Céline Imart. Sie betonte in der Debatte: „Es geht um Transparenz und Klarheit für den Verbraucher und um Anerkennung für die Arbeit unserer Landwirte.“ Die derzeit im Handel verwendeten Begriffe seien aus ihrer Sicht irreführend.
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