Die AfD in Sachsen-Anhalt strebt bei den anstehenden Landtagswahlen im Herbst dieses Jahres die absolute Mehrheit der Sitze an. Dies untermauerte Spitzenkandidat Ulrich Siegmund auf dem Landesparteitag an diesem Wochenende in Magdeburg, wo er das Ziel „45 Prozent plus X“ ausrief. Da sehr wahrscheinlich etliche Stimmen aufgrund der Fünfprozenthürde nicht für die Sitzverteilung berücksichtigt werden, könnte Siegmund, sollte die AfD 45 Prozent holen, mit absoluter Mehrheit Ministerpräsident werden.
Siegmund bezeichnete in seiner Rede die Brandmauer gegen seine Partei als kindisch und warf denjenigen, die die Brandmauer erfunden haben, vor, keine inhaltlichen Argumente zu haben. Denjenigen, die Angst vor einer möglichen AfD-Regierung in Sachsen-Anhalt haben, entgegnete Siegmund, dass das „Blödsinn“ sei. „Es gibt keinen Grund für einen rechtschaffenen Bürger, Angst zu haben. Hier rollt doch nicht der Bulldozer durchs Land und macht alles nieder.“
Auf dem Landesparteitag sollen die Delegierten über das Regierungsprogramm der AfD entschieden haben. Darin wird unter anderem angekündigt, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk in seiner jetzigen Form abschaffen zu wollen und stattdessen einen Grundfunk einzuführen. Für Asylbewerber soll es nach dem Willen der AfD künftig eine Arbeitspflicht geben und das Kirchenasyl abgeschafft werden. Zu dem Programm gibt es auch Änderungsanträge. So will der Kreisverband Magdeburg die Sommer- und Wintersonnenwende zu Feiertagen erklären und dafür im Gegenzug zwei christliche Feiertage abschaffen.
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