Am Montag hat der deutsche Außenminister Johann „Jo“ Wadephul seinen südafrikanischen Amtskollegen Ronald Lamola zur 12. Sitzung der Deutsch-Südafrikanischen Binationalen Kommission empfangen. In einem gemeinsamen Aktionsplan, den beide Länder unterzeichneten, ging es unter anderem um Gelder, die in das afrikanische Land fließen sollen. Gerade der Energiesektor dort gilt als korrupt.
200 Millionen Euro wurden für eine „gerechte Energiewende“ im Rahmen der „Just Energy Transition Partnership“ (JETP) zugesagt. Bei dem Geld handelt es sich um einen neuen „klimabezogenen zinsverbilligten Kredit“. Ziele sollen „zügigere Investitionen in Stromnetze“, aber auch „erneuerbare Energien“ sein, heißt es in der gemeinsamen Presseerklärung beider Länder. Südafrikas „anhaltende Bemühungen um ehrgeizigere Klimaziele“ sollen mit dem deutschen Kredit gefördert werden.
Die „anhaltenden Bemühungen“ Südafrikas, von denen in der Presseerklärung die Rede ist, finden in der Realität so kaum statt. Südafrika belegt beim Anteil erneuerbarer Energien Platz 119 von 147 Ländern im Ranking der Internationalen Energieagentur (IEA). Das Land produziert seinen Strom fast ausschließlich durch die Verstromung von Kohle.
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