800.000 Euro für Horror-Hasen gegen Rechts – Bundesregierung finanziert Portal gegen „Desinformationen“

vor etwa 1 Jahr

800.000 Euro für Horror-Hasen gegen Rechts – Bundesregierung finanziert Portal gegen „Desinformationen“
Bildquelle: Apollo News

„Verschwörungsmythen auf dem Prüfstand“ – unter diesem Titel arbeitet das Portal „Der Fabulant“. Inszeniert ist das Projekt von „Modus – Zentrum für angewandte Deradikalisierungsforschung gGmbH“ wie ein Videospiel. Ein „mysteriöser weißer Hase mit dem Namen Der Fabulant“, eine Comic-Figur mit Horrorfilm-Optik, tritt dort als ein Insider auf, der mit „Mythen und falschen Fakten“ aufräumt. Er könne „sämtliche Logikfehler, Widersprüche und Lücken“ aufdecken.

Hinter dem weißen Grusel-Hasen, der mit seinem Kreuz im Auge an den Friedhof der Kuscheltiere erinnert, verbirgt sich laut der Website des Portals „ein Team an wissenschaftlichen Mitarbeitenden, pädagogischen Fachkräften und Redakteur:innen“ von „modus zad“. Sie veröffentlichen kurze Artikel über krude Verschwörungstheorien wie UFOs von Nationalsozialisten oder die negative Energie von Barcodes. Es werden aber auch längere Analysen zu „Falschbehauptungen“, „Desinformationen“ und „Mythen“ veröffentlicht, die keine wirren Science-Fiction-Geschichten sind. Ob Klimawandel, Corona oder Migration – auf Steuerzahlerkosten werden Fakten und unliebsame Meinungen mit dem Glauben an Reptiloiden, der Illuminaten-Verschwörung oder Flat Earthers gleichgesetzt.

Ein Beispiel dafür ist der „Laborbericht: Das Rabbit Hole im März 2024“. Es geht darin unter anderem um die RKI-Files. In der Einleitung des Berichts heißt es, dass die RKI-Protokolle, die im März in gekürzter und geschwärzter Form veröffentlicht wurden, von einem „verschwörungsideologischen Blog“ veröffentlicht wurden – damit ist wohl das Medienportal Multipolar gemeint, das im November 2020 auf presserechtliche Einsicht in RKI-Protokolle geklagt hatte.

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