Absagen, extreme Sicherheitsauflagen, Anschlagsdrohungen: Karneval in einer neuen Normalität

vor mehr als 1 Jahr

Absagen, extreme Sicherheitsauflagen, Anschlagsdrohungen: Karneval in einer neuen Normalität
Bildquelle: Apollo News

Die Lage sei „unentspannt“. So drückt es der Einsatzleiter der Kölner Polizei, Martin Lotz, aus. Am Donnerstag beginnt an Weiberfastnacht der Straßenkarneval. Angesichts der jüngsten Anschläge von Magdeburg und München ist die Angst vor Terroranschlägen groß. Die Terrororganisation Islamischer Staat hat zu Anschlägen auf Karnevalsveranstaltungen aufgerufen, vor allem in Köln und Nürnberg (Apollo News berichtete). Veranstalter und Städte müssen häufig noch einmal neu nachdenken, wie sich die Karnevalsumzüge besser sichern lassen können.

„Hundertprozentige Sicherheit kann man nicht gewährleisten“, sagt der Pressesprecher des Polizeipräsidiums Mainz, Rinaldo Roberto. In der Stadt würden Anschläge mit Autos schon seit mehreren Jahren bei den Sicherheitsvorkehrungen mitgedacht. Dementsprechend werde man „nichts im Kern“ ändern, sondern nur Details anpassen, „aber auch nicht so, dass wir darüber viel reden würden“, so Roberto laut der Süddeutschen Zeitung.

Am Rosenmontagsumzug in Mainz werden mehr als 1.100 Polizisten im Einsatz sein. Mit fest installierten Sperren verfüge die Stadt über ein „extrem gutes Sperrkonzept“. Zusätzlich wird es mehr mobile Sperren und in bestimmten Zonen ein Glasverkaufsverbot geben. Außerdem werde es im Hinblick auf die Überprüfung von Messerverboten anlasslose Kontrollen geben, wie die Saarbrücker Zeitung berichtet. Insgesamt sind in Rheinland-Pfalz über 5.500 Polizisten im Einsatz, wie das Innenministerium ankündigte.

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