Nach Sachsen-Anhalt kann die AfD jetzt auch in Mecklenburg-Vorpommern ein richtungsweisendes Umfrageergebnis vorweisen: 38 Prozent der Befragten würden die Partei dem Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap zufolge in dem Ostsee-Bundesland wählen – und das nur ein Jahr vor der nächsten Landtagswahl. Bemerkenswert ist der Anstieg der AfD-Werte: Bei demselben Institut waren es im Januar noch 30 Prozent, bei der vorigen Umfrage von Insa aus April sogar nur 29 Prozent.
Mit 38 Prozent erreicht die Partei in dem lange von der SPD dominierten Bundesland jetzt also einen neuen Rekordwert. Das hatte sie zuvor auch in Sachsen-Anhalt geschafft: 39 Prozent und damit bundesweiter Bestwert waren es hier Anfang September (mehr dazu hier). Ähnlich wie in Sachsen-Anhalt spitzen sich die Koalitionsmöglichkeiten damit jetzt auch für die künftige Landesregierung in Schwerin zu: Sollte es bei den aktuellen Werten bleiben, gäbe es wegen der Brandmauer und dem Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU mit der Linken keine mehrheitsfähige Konstellation.
Gemäß den Zahlen von Infratest dimap käme die AfD mit 38 Prozent auf 32 Mandate im 79 Sitze umfassenden Landtag in Mecklenburg-Vorpommern. Die SPD käme mit 19 Prozent auf 16 Sitze, die CDU mit 13 Prozent auf elf Sitze, die Linke mit zwölf Prozent auf zehn Sitze. BSW und Grüne kämpfen mit sieben und fünf Prozent um den Einzug und würden sechs beziehungsweise vier Sitze erhalten. Daraus ergibt sich: AfD und CDU könnten mit 43 Sitzen eine Mehrheit haben. Eine Gegenoption wäre nur unter Einbindung der Linken möglich: SPD, CDU, Linke und Grüne kämen so gemeinsam auf 41 Sitze.
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