Sie ist konzentriert, wirkt bei vielen Themen überlegt und dann doch auch wieder ungewöhnlich offen: Alice Weidel sprach im Interview bei „Schuler! Fragen, was ist“ über ihren Wahlkampf hinter der sogenannten Brandmauer. Und sie äußert Verständnis dafür, dass Robert Habeck ein Duell mit ihr ablehne. Schließlich hätte der Grünen-Spitzenkandidat nicht viel zu gewinnen.
Direkt zu Beginn des Gespräches frage ich die AfD-Chefin: Sind Sie in der Debatte um das Kanzler-Duell zwischen Habeck und Ihnen von seiner Absage enttäuscht? „Also ich bin wenig überrascht. Ich würde auch nicht an seiner Stelle mit mir in die Arena wollen“, sagt die 45-Jährige, „Also das wäre genau das gleiche, als wenn ich mich mit einem promovierten Raketenwissenschaftler über eine Rakete unterhalten würde. So muss sich das anfühlen und dementsprechend habe ich sogar volles Verständnis, dass er sich da wegduckt. Er möchte sich mit mir nicht darüber unterhalten, was er alles verbockt hat.“
Weidel setzt im Anschluss direkt zur Breitseite gegen die Ampel-Koalition an: „Wir haben multiple Krisen: eine Wirtschafts- und Finanzkrise, die Migrationskrise, davon gar nicht mal zu sprechen. Aber wir hatten hier eine Bundesregierung, die an Inkompetenz nicht zu unterbieten war. Und darum sind wir auch jetzt in dieser Krise.“
ANGST IN ANKARA: Gutes Gespräch mit Putin ‒ Was hat Trump auf NATO-Gipfel vor? | WELT LIVESTREAM











