Ob der AfD-Politiker Maximilian Krah Teil der Fraktion im Bundestag wird, ist noch offen, wie Alice Weidel auf eine Frage mitteilte. Das berichtet der Tagesspiegel am Montag. Am Dienstag findet die konstituierende Fraktionssitzung statt, dann soll die Entscheidung getroffen werden. Alice Weidel wolle der Entscheidung nicht vorgreifen.
In seinem Wahlkreis Chemnitzer Umland/Erzgebirgskreis II holte Maximilian Krah 44,2 Prozent der Erststimmen. Mit 16,5 Prozentpunkten Abstand folgte der Kandidat der CDU auf dem zweiten Platz. Krah schaffte über das Direktmandat den Einzug in den Bundestag. Der Politiker war 2024 Spitzenkandidat für die AfD im Europa-Wahlkampf. Jedoch wurde er aus der AfD-Delegation im EU-Parlament ausgeschlossen.
Grund für den Ausschluss war eine kontroverse Aussage Krahs über die SS während des Wahlkampfs gegenüber der italienischen Zeitung La Repubblica. So sagte Krah, man müsse die SS-Mitglieder „individuell bewerten“. Er werde „nie sagen, dass jeder, der eine SS-Uniform trug, automatisch ein Verbrecher war“, verkündete Krah, ohne die nationalsozialistische Kampftruppe als solche zu verurteilen. Europaweit sorgte diese Aussage für Empörung. Daraufhin erteilte die AfD Krah ein Auftrittsverbot während des Wahlkampfs (Apollo News berichtete).
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