Im Ichikawa City Zoo in Japan klammert sich ein kleines Makakenbaby an einen braunen Stoff-Orang-Utan. Es sitzt am Rand des Geheges, manchmal allein, manchmal bedrängt von älteren Tieren, die nicht recht wissen, was sie mit ihm anfangen sollen. Seine Mutter hat es nach einer schwierigen Geburt nicht angenommen und es wiederholt zurückgewiesen. Der kleine Affe namens Punch findet schließlich Halt in einem Stofftier. Die Bilder gehen viral und berühren Menschen auf der ganzen Welt.
Warum eigentlich? Man könnte sagen: Es ist doch nur ein Affe. Vielleicht legt die Geschichte des kleinen Punch etwas frei, das unter der Oberfläche unserer digitalen Gegenwart ohnehin vibriert.
Wir leben in einer Welt, in der wir technisch 24/7 vernetzt, aber emotional nicht verbunden sind. Wenn ein Jungtier wie Punch sichtbar zurückgewiesen wird, reagiert in uns ein altes, sehr menschliches Alarmsystem. Ein Baby ohne Schutz, ohne Halt – das berührt einen besonders wunden Punkt in uns.
Makakenbaby Punch eng an sein Stofftier gekuschelt im Gehege des Ichikawa City Zoos in Japan
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