Als „Rassist“ und „Faschist“ beschimpft: Antisemitismusbeauftragter wurde von Linken aus der Partei gedrängt

vor 4 Monaten

Als „Rassist“ und „Faschist“ beschimpft: Antisemitismusbeauftragter wurde von Linken aus der Partei gedrängt
Bildquelle: Apollo News

Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner hat nach dem Anti-Zionismus-Beschluss der Linken Niedersachsen die Partei verlassen. Nun erklärt er im Welt-Interview, dass dieser Entscheidung bereits monatelange Anfeindungen seiner Parteikollegen vorausgegangen waren. Er sei von Parteimitgliedern „beleidigt, beschimpft und auch aufgefordert“ worden, „als ‚Rassist‘ und ‚Faschist‘ endlich die Partei zu verlassen“, berichtet Büttner. Eine ernstzunehmende Reaktion der Parteiführung auf diese Angriffe habe es nicht gegeben.

Diese habe Büttner auch schon im Januar vermisst, berichtet er weiter, als auf sein Wohnhaus in Brandenburg ein mutmaßlicher Brandanschlag verübt und das Hamas-Dreieck zur Feindmarkierung auf ein Nachbargebäude gesprüht worden war. „Es hat mich (…) sehr geärgert, dass meine eigene Partei drei Tage gebraucht hat, um sich öffentlich gegen den Anschlag auf mein privates Grundstück zu positionieren – als letzte von allen großen Parteien“, erklärt Büttner. Im selben Monat hatten Büttner auch mit Hamas-Dreiecken versehene Morddrohungen per Post erreicht (Apollo News berichtete).

Büttner schildert den 7. Oktober als negativen Wendepunkt seiner ehemaligen Partei. Seitdem sei der „Antisemitismus in der Linkspartei immer schlimmer geworden“. Das liege unter anderem daran, dass viele neue Mitglieder mit propalästinensischen Positionen eingetreten seien. Besonders in Berlin-Neukölln habe sich die Partei offen mit antisemitischen Organisationen wie der „Volksfront zur Befreiung Palästinas“ verbündet.

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