Es ist der dümmste politische Slogan der Weltgeschichte – „Ami go home!“ Es waren Linke, die ihn erfunden haben. 1951 verwendeten verschiedene kommunistische Parteien den Slogan gegen die Präsenz von US-Soldaten. Damals brachten Störtrupps der SED und FDJ auf Westberliner Bahnhöfen neben Transparenten auch Klebestreifen mit diesem Slogan an. Es folgte die Parole „Yankee go home“ im linken Europa.
Wir sprechen von einer Zeit, da Amerika das einzige Land war, das Deutschland in allen Belangen unterstützte. Amerikaner versorgten das eingeschlossene Berlin 1948 zusammen mit den Engländern mit Lebensmitteln und Kohlen. Amerikanische Soldaten schützten das freie Berlin vor Angriffen des Warschauer Pakts. US-Carepakete versorgten ausgehungerte Deutsche mit Lebensmitteln, Medikamenten, Zigaretten. Wer wie ich im „amerikanischen Sektor“ in Berlin-Zehlendorf aufgewachsen ist, wusste, warum Amerikaner unsere Freunde waren. Vom Chewinggum bis zur Cadbury-Schokolade – wir Kinder waren dankbar – und zeigten es auch. Mag es mancher heute als Retro-Romantisierung empfinden: Es war so, und Millionen Menschen in Deutschland haben es so erlebt.
In den 1968er Jahren nahm die Anti-Amerika-Bewegung heftig Fahrt auf, gegen den Vietnam-Krieg ging die Außerparlamentarische Opposition auf die Straße und zeigte ihr hässliches Gesicht. Ein Slogan lautete: „USA, SA, SS“. Auf dem Bundesparteitag des „Bündnisses Sahra Wagenknecht“ am 12. Januar 2024 in Bonn beendete die Bundestagsabgeordnete Sevim Dağdelen ihren Redebeitrag mit dem Ausruf: „Ami, go home“ und wurde dafür von den Parteitagsdelegierten bejubelt.
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