Amtseinführung Donald Trumps: „Amerikas goldenes Zeitalter beginnt jetzt“

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Amtseinführung Donald Trumps: „Amerikas goldenes Zeitalter beginnt jetzt“
Bildquelle: Tichys Einblick

Mit geradezu royalem Zeremoniell wurde Donald Trump als 47. Präsident der Vereinigten Staaten eingeschworen. Es ist eine bombastische Zeremonie, die das deutsche Auge nicht gewohnt ist – ganz im Gegensatz zu den nüchternen Amtsübergaben deutscher Bundespräsidenten oder Bundeskanzler. Im Vorraum stehen Soldaten Spalier. Die Gäste sitzen fast aufeinander, denn die Zeremonie wurde aufgrund des kalten Wetters in die Rotunda des Kapitols verlegt. So die offizielle Erklärung. Oder hatte der Secret Service hier die Reißleine gezogen? Mit Tusch und Musikbegleitung werden die Ehrengäste begrüßt: die vier noch lebenden ehemaligen Präsidenten (Clinton, Bush, Obama, Biden), hochrangige Politiker und die neun Verfassungsrichter der USA. Doch auch das Publikum ist nicht zu verachten. Mit Jeff Bezos (Amazon), Mark Zuckerberg (Meta/Facebook), Tim Cook (Apple), Sundar Pichai (Google) und Elon Musk sind die Vorstände bzw. Gründer der wichtigsten Technologiekonzerne der Welt anwesend. Sie sind sogar auf dem Ehrenpodest platziert. Es fehlt: Bill Gates.

Doch wenn der Präsident der mächtigsten Nation der Welt vereidigt wird, sind nicht nur Industrielle dabei. Mit Giorgia Meloni (Italien) und Javier Milei (Argentinien), sind auch befreundete Regieruns- bzw. Staatschefs dabei. Es ist das erste Mal seit 1874, dass ein ausländisches Staatsoberhaupt anwesend ist. Weiter zurück reichen die Aufzeichnungen nicht. China schickte seinen Vizepräsidenten Han Zheng. Er wurde von Trump eingeladen. Deutschland spielt für die USA keine Rolle, weder als Partner noch als Gegner. Es ist nicht üblich, dass deutsche Bundespräsidenten (Frank-Walter Steinmeier), Bundestagspräsidenten (Bärbel Bas) oder Bundeskanzler (Olaf Scholz) an solchen Veranstaltungen teilnehmen. Doch die deutsche Vertretung muss sich mit Botschafter Andreas Michaelis begnügen. Er ist Grünen-Parteimitglied und erklärter Feind von Donald Trump. Erst kürzlich wurde eine Depesche an das Auswärtige Amt durchgestochen, in der er kein gutes Haar an Trump ließ. Oppositionsführer Friedrich Merz will einen Brief nach Washington schicken, AfD-Co-Chef Tino Chrupalla ist bei der Zeremonie dabei. Mit Deutschlands wirtschaftlichem Abstieg geht auch sein internationaler Abstieg einher.

Als Donald Trump den Saal betritt, jubeln die Gäste. Seinen Amtseid leistet er auf die traditionsreiche Lincoln-Bibel und eine Bibel, die ihm seine Mutter einst geschenkt hat. Kanonenschüsse heißen den neuen Präsidenten willkommen. Ein Chor von Marineoffiziersanwärtern singt die Schlachthymne der Republik. An Pathos fehlt es dem amerikanischen Zeremoniell nicht.

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