Der Aufschrei nach der vorerst gescheiterten Wahl von Frauke Brosius-Gersdorf ist groß: Insbesondere zahlreiche Politiker der Grünen sehen in dem Verweigern der Unions-Abgeordneten, die SPD-Kandidatin fürs Bundesverfassungsgericht zu wählen, vor allem einen Grund: den Sexismus.
Bereits in ihrer Rede im Bundestag rief die Grünen-Fraktionsvorsitzende Britta Haßelmann aus: „Die Karriere einer Frau so zu gefährden. An alle Frauen in der Republik: Wehrt euch dagegen! Das darf man sich als Frau nicht bieten lassen!“, und bezog sich dabei auf die angeblich sexistisch motivierte „Diffamierungskampagne“ gegen Brosius-Gersdorf.
Auch die ehemalige Außenministerin Annalena Baerbock schlug in eine ähnliche Kerbe: „Kein Zufall, mit welch diskreditierenden Methoden (erneut) eine hochqualifizierte Frau zu Fall gebracht werden soll“, schrieb die Grünen-Politikerin auf X. Es sei kein Zufall, dass es „ausgerechnet diejenige trifft“, die für „das Selbstbestimmungsrecht von Frauen“ eintreten würde.
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