Als Körperschaft des öffentlichen Rechts ist eine Krankenkasse wie die AOK Baden-Württemberg eigentlich der Sachlichkeit und Neutralität verpflichtet. Doch in ihrem Landtagswahl-Ratgeber „Gesunde Wahl BW“ lässt die Quasi-Behörde nur genehme Spitzenkandidaten zu Wort kommen. Kandidaten von „Die Linke“ oder der „Alternative für Deutschland“ ignoriert der Ratgeber vollständig.
Auf einem interaktiven Webportal lässt die AOK BW vier Spitzenkandidaten zu gesundheitspolitischen Themen zu Wort kommen. Überschrieben ist das Segment mit dem Titel „Die Spitzenkandidaten zur Landtagswahl“. Problem: Den AfD-Spitzenkandidaten (laut INSA im Auftrag von NIUS aktuell bei 20 Prozent) erwähnt das Portal mit keiner Silbe. Stattdessen darf sich Hans-Ulrich Rülke, Spitzenkandidat der 5-Prozent-FDP, ausführlich äußern.
Diese vier Spitzenkandidaten listet die AOK auf. Alle dürfen sich mit einer Videobotschaft an die Öffentlichkeit wenden.
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